Blänken
Flache und temporär wasserführende Blänken sind ein echter Allrounder: Sie sind niederschwellig anzulegen, verhältnismäßig günstig und können in allerlei Wasserrückhaltemaßnahmen integriert werden. Blänken halten Wasser zurück und sind wichtiger Lebensraum für Amphibien, Insekten, Wiesenvögel und diverse Pflanzen. Blänken haben dabei einen großen Vorteil: Deren Anlage bedarf oftmals keiner behördlichen wasserrechtlichen Genehmigung. Die ist vor allem dann notwendig, wenn Kleingewässer mit dem Grundwasserbereich in Berührung kommen oder eine gewisse Größe überschreiten (die genauen Regelungen variieren zwischen den Bundesländern).
Der ökologische Wert einer Blänke steht und fällt mit dem Uferbereich: Die Ufer von Kleingewässern sollten eine flache Neigung von 1:10 bis 1:20 haben. Kleine Schwankungen im Wasserstand der Blänken übersetzen sich so in größere Ausdehnungen der Überflutung in die Uferbereiche. Dadurch entsteht eine breite Wasserwechselzone, die das Vorkommen meist seltener Pflanzenarten, Wiesenvögel, Insekten und Amphibien begünstigt. Hinzukommt, dass flache Uferzonen einfacher zu pflegen sind und Nährstoffeinträge und Verlandung verringern. Zudem müssen die Uferbereiche regelmäßig ausgemäht und die Blänke alle paar Jahre ausgebaggert werden.
Zu viele aufwachsende Gehölze in den Uferbereichen führen gleich zu mehreren „Problemen“: Der Laubeintrag aus den Gehölzen führt zur Nährstoffanreicherung und damit zur schnelleren Verlandung der Blänken, verdrängt damit magerkeitsliebende Pflanzenarten und macht eine häufigere Entschlammung der Blänken notwendig. Die Beschattung verhindert zudem die für Amphibien notwendige Erwärmung der Blänken. Schließlich meiden Wiesenbrüter die Nähe zu hohen Gehölzen (der sogenannte Kulisseneffekt).
Der ausgehobene Boden kann, je nach Region und Bodenart, unterschiedlich genutzt werden. In Moorböden zum Beispiel darf der Aushub auf keinen Fall einfach deponiert werden, da ansonsten viele klimaschädlichen Gase freigesetzt würden. Stattdessen sollte der Aushub in andere Moorbereiche oder zumindest nasse Bereiche wieder eingebracht werden. So können etwa Gräben mit dem Aushub verfüllt werden. Material aus Sandböden wird beispielsweise zur Instandsetzung von lokalen Wirtschaftswegen wiederverwendet. Die Ausbringung des ausgebaggerten Mutterbodens in unmittelbarer Nähe zur Blänke sollte vermieden werden, da dies zur schnelleren Nährstoffanreicherung der Blänke führen kann. Beprobungen können feststellen, ob der Aushub mit Schadstoffen belastet ist und fachgerecht entsorgt werden muss.